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 Gedicht von Jacob Egenolf alias "Silvanus"

Mein Neheim

Jacob Egenolf um 1943Von der Möhne und der Ruhr
bist du silberhell umflossen
und die gütige Natur
hat dich in ihr Herz geschlossen
hat dir Berge aufgebaut
die dich rings wie Mauern schirmen
und so weit das Auge schaut
Wälder sich an Wälder fügen.

Auf des Berges Gipfel steht
manche liebliche Kapelle
wo die Ahnen schon erfleht
ihres Schöpfers Gnadenquelle
und auch heute noch erschallt
dort des Glöckleins trautes Rufen
wanderfroh so mancher wallt
morgens zu des Altars Stufen.

Endlos streife ich dahin
durch der Wälder grüne Gassen
fühle, dass ich glücklich bin
alles hinter mir zu lassen
alle Sorge alle Pein
alle menschlichen Beschwerden
tief im Wald bin ich allein
und so nah der Mutter Erden.

Auf den Bergen steht mein Fuß
aus der Tiefe seh' ich tauchen
schönes Neheim dir mein Gruß:
wo die Essen friedlich rauchen
deiner Werke laufend Band
knüpft dich an das Weltgeschehen
brennt ein Licht im fernsten Land
"Made in Neheim" wird da stehen.


Info: Anlässlich des Ereignisses "650 Jahre Stadtrecht für Neheim" ist ein "Ruhekissen" mit dem Gedicht erhältlich.

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