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28.01.2010
"Arnsbergs Helden" künftig ohne Adjektiv aktiv

"Arnsbergs junge Helden" wird es unter diesem Namen künftig nicht mehr geben. Hintergrund: Die Bürgerstiftung Arnsberg bekam Post aus Berlin. Der dort beheimatete "Verein Junge Helden" stört sich am Namen des Ideenwettbewerbs "Arnsbergs junge Helden". Der Berliner Verein, der sich bundesweit damit beschäftigt, Jugendliche zu Organspenden zu motivieren, hat sich den Namen "Junge Helden" sichern lassen. "Ja, der Verein hat Markenschutz und Namensschutz und hat seine Rechte geltend gemacht", bestätigte Petra Schmitz-Hermes von der Bürgerstiftung. Klage, einstweilige Verfügung - das ganze Programm wäre möglich, wenn die Arnsberger den Namen weiterhin verwenden. "Das ist nicht in unserem Sinne", betont Petra Schmitz-Hermes, "die Ideen der Kinder stehen im Vordergrund." Wichtiger sei, die Gelder der Bürgerstiftung "sinnstiftend vor Ort in Arnsberg einzusetzen", als sich vor Gericht "um ein Adjektiv zu streiten".
Die Folge: Die Internetseite www.arnsbergs-junge helden.de ist aus dem Netz genommen. Geplant sei, so Schmitz-Hermes, den Ideenwettbewerb in "Arnsbergs Helden" oder "Arnsberg hat Helden" umzubenennen.
"Arnsbergs Helden" bleiben am Ball
Es hat sich einiges getan bei den "Arnsberger Helden". Zwei Monate ist es her, als die Jugendlichen ihre Ideen in der Diskothek Zero präsentierten.
Und das Projekt, das die Bürgerstiftung Arnsberg ins Leben rief, hatte gute Resonanz erfahren. 22 kreative Projektentwürfe lagen der achtköpfigen Jury nach einer halbjährigen Suche vor. Doch nun geht die Arbeit erst richtig los. "Jetzt werden Unternehmen und Privatpersonen gesucht, die als Paten dienen und die Projekte finanziell unterstützen", verrät die Projektleiterin Kirsten Minkel. "Die Erwartungshaltung ist natürlich groß, doch die Jugendlichen und die Paten erst einmal an einen Tisch zu bekommen, ist äußerst zeitintensiv", betont sie im Hinblick auf die vermittelnde Rolle der Stadtverwaltung, "aber diese Zeit nehmen wir uns auch, denn wir wollen schließlich etwas Nachhaltiges auf die Beine stellen."
Für einige Projekte haben sich auch schon Paten gefunden, sehr zur Freude der Jugendlichen, die weiterhin mit Eifer bei der Sache sind. Das Sieger-Projekt, das ein schulformübergreifendes Theaterstück der 19-jährigen Abiturientin Karin Kösling und ihrer Theater-AG des St.-Ursula-Gymnasiums ist, kann dabei auf prominente Unterstützung bauen. Der gebürtige Neheimer Schauspieler Stephan Kampwirth, bekannt durch zahlreiche Rollen im "Tatort", bietet sich für einen Workshop an.
"Die Projekte lassen sich auch nur mit professioneller Hilfe realisieren", so Peter Kleine vom Kulturbüro. Außerdem wird die Bühne der Werkstattgalerie "Der Bogen" in Neheim zur Verfügung gestellt.
Fortschritte sind auch bei anderen Projektideen zu verzeichnen. Die "KlinikClowns" des Kinderzirkus Fantastello arbeiten mit dem Jugendbegegnungszentrum Arnsberg (JBZ) daran, Kinder als professionelle "KlinikClowns" auszubilden, um dann die Arbeit speziell mit älteren Menschen anzugehen.
Wenn nachhaltige Ergebnisse vorzuweisen sind, sei dies auch die beste Werbung für eine Wiederholung des Projektes. Doch eine Wiederholung komme erst in zwei bis drei Jahren in Frage, erläutert Kirsten Minkel. "Die volle Konzentration liegt bei den jetzigen Projekten, und bei denen bin ich guter Dinge.", betont die Projektleiterin optimistisch.
Quelle: WR-print, 29.01.2010
LINKS zum Thema:
http://www.arnsberg.de/
http://www.buergerstiftung-arnsberg.de/
http://www.arnsbergs-helden.de/
http://www.der-bogen.de/
http://www.kirsten-minkel.de/
http://www.junge-helden.org/
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