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08.09.2009
VisionCrew dreht "Schweigen ist Gold"

Die Neheimer VisionCrew um den Neheimer Thilo Heins dreht zurzeit die Kurzgeschichte „Schweigen ist Gold” von Autorin Frauke Gimpel.
Die Straße ist in helles Scheinwerferlicht getaucht. Ein Kameramann sucht sich seinen Platz am Straßenrand. Mehrere Leute laufen aufgeregt durch die Gegend. Was sich anhört wie ein großer Filmdreh, war auch ein Filmdreh und zwar in Neheim auf der Straße „Am Schindellehm”.
Thilo Heins und der 27-jährige Regisseur des Kurzfilms Stefan Krause casteten dafür vergangene Woche eigens einige Schauspieler, wie die 18- jährige Schülerin Isabelle Haase. „Ich habe schon beim Literaturkursus am FSG mitgespielt und interessiere mich seit ich 12 Jahre alt bin für Film und Fernsehen”, erklärte die Schülerin begeistert ihre Gründe, zum Casting zu gehen, „außerdem macht sich so eine Teilnahme am Filmdreh ja auch gut in den Bewerbungsunterlagen.”
Der Film beginnt mit einer Szene, in der ein Mann, gespielt von Andreas Köstens, Schauspieler auf der Freilichtbühne Herdringen, schweigend durch die Straße fährt und beinahe eine Gruppe leicht angetrunkener Jugendliche auf der Straße übersieht. Das Geräusch seiner Bremsen erinnert ihn an ein schreckliches Ereignis. Er war Zeuge, als seine Tochter vom Auto angefahren wurde und musste miterleben, wie sie in der Notaufnahme an ihren schweren Verletzungen stirbt. „Der Vater bewältigt seine tiefe Trauer durch Schweigen und dies soll in dieser Szene deutlich werden”, erklärte Thilo Heins.
Die Drehzeit für so eine Szene, die im Film etwa 30 Sekunden dauert, beträgt über fünf Stunden und natürlich steckt noch sehr viel mehr Arbeit hinter so einem Kurzfilm. „Wir haben über ein halbes Jahr für diesen Film gearbeitet und die reine Zeit des Kurzfilms beträgt am Ende etwa sechs Minuten”, berichtete Regisseur Stefan Krause. Er lernte Thilo Heins bereits bei dem vorherigen Dreh des Films „Zug in die Freiheit” kennen. „Bei dem Film war ich nur der Co-Regisseur”, so Krause.
Der fertige Kurzfilm soll bei Filmfestspielen eingereicht werden und als Vorfilm im Kino laufen. „Da der Film auch einen psychologischen Hintergrund hat, nämlich die Bewältigung von tiefer Trauer, könnte er vielleicht auch als therapeutischer Film gezeigt werden”, hoffte Krause.
Quelle: WP-online, 09.09.2009
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