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 27.06.2008

Neheimer aus Überzeugung: Hermann Kaiser starb 77-jährig

Hermann Kaiser (WR-Bild)Hermann Kaiser ist tot. Der bekannte Neheimer verstarb am Wochenende im Alter von 77 Jahren. Eine lange Krankheit hatte er über viele Jahre tapfer ertragen.

Hermann Kaiser liebte seine Heimatstadt. Er war Neheimer aus Überzeugung, für "seine" Stadt legte er sich ins Zeug. Als Kinder sind er und seine Geschwister der Möhnekatastrophe nur knapp entronnen.

Kaisers gesellschaftliches Engagement zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Er liebte das Miteinander in Vereinen, zog vor und hinter den Kulissen die Fäden. Bei den Sportfreunden Neheim stand er viele Jahre an der Spitze. Gemeinsam mit Walter Hustadt stellte er damals die Weichen für die Fusion mit Schwarz-Weiß Neheim zum SC Neheim, den er anschließend über Jahre als Vorsitzender führte. Der SC Neheim würdigte seine Verdienste mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.

Lange Jahre unterstützte Kaiser Fanfaren- und Tambourkorps. Als passionierter Jäger war er Mitglied im Hegering. Besonders lag ihm aber der Neheimer Jägerverein am Herzen. Nach dem Krieg war er 1956 erster Jägerkönig - für ganze drei Tage. Später engagierte er sich auch im Vorstand der Jäger. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er dem Hofstaat und dem Tanz der Quadrille. Die Jäger verliehen ihm den silbernen und goldenen Jägerstern und beriefen ihn in den Ehrenvorstand.

Auch bei der Städtepartnerschaft Arnsberg-Bexley zählte er zu den Vordenkern. Ebenso war sein kommunalpolitisches Engagement (15 Jahre Mitglied im Rat der Stadt Neheim, später Arnsberg) für ihn selbstverständlich. Die Stadt Arnsberg zeichnete ihn dafür mit der Verleihung der Ehrenplakette aus. Im Jahre 1972 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Hermann Kaiser studierte in den USA und lernte dort seine Ehefrau Barbara kennen und lieben. Nach dem Studium trat er bis 1976 in die Geschäftsführung des Leuchtenunternehmens Gebrüder Kaiser ein.

Er hinterlässt seine Ehefrau, vier Kinder und Schwiegerkinder sowie sechs Enkel.

Am Freitag wird Hermann Kaiser in der Familiengruft auf dem Möhnefriedhof beigesetzt.

Ein letzter Gruß an den Ehrenvorsitzenden - Foto: SC Neheim
Ein letzter Gruß an den Ehrenvorsitzenden

Quelle: WR-online, 01.07.2008


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