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14.01.2008
"Nichts Neues": Protest geht weiter

"Es gibt nichts Neues", stellten die Mitglieder der Mitarbeitervertretung (MAV) des St.-Johannes-Hospitals fest.
Deshalb protestierten sie auch gestern wieder vor dem Portal des Neheimer Krankenhauses gegen die geplante Fusion mit dem Karolinen-Hospital. Um 13.30 Uhr rief die Glocke die etwa 80 Teilnehmer der Demonstration zur Schweigeminute auf. Mit ihren Transparenten machten die Krankenhausmitarbeiter, die die Protestaktion Montag für Montag fortsetzen wollen, klar, dass sie anstelle einer Fusion das Konstrukt einer Dachgesellschaft (Holding) für alle drei Arnsberger Krankenhäuser bevorzugen. "Die können dann zusammenarbeiten und bleiben trotzdem eigenständig", erklärte MAV-Mitglied Ulrich Mönke.
Denn da beginnen die Zweifel. "Was passiert denn bei einer Fusion mit den konkurrierenden Abteilungen, wie zum Beispiel bei der Inneren?" fragen sich die Mitarbeiter. "Wenn die bei uns weg geht", meint Mönke, "werden wir zum reinen Fachkrankenhaus."
Das Kuratorium des St.-Johannes-Hospitals, das die Fusion vorbereitet, könne auf die Fragen keine Antwort geben. "Die haben bisher überhaupt keinen Plan dafür."
Mönkes Kollege Dirk Nasner hatte zuvor schon über die bisherigen Aktivitäten der MAV berichtet. "Die Parteien wurden angesprochen - sie rühren sich nicht. Der Bürgermeister wurde angeschrieben - er antwortet nicht. Und ein Aufsichtsrat in Arnsberg sieht angeblich keinen Gesprächsbedarf, was wir kaum glauben können."
Eine gemeinsame Sitzung des Kuratoriums und der MAV in der letzten Woche habe nichts gebracht, hieß es. Abgesehen von einer verbalen Entgleisung des Kuratoriumsmitglieds Norbert Runde. Der habe dort verkündet, ihm sei es "scheißegal", in welchem Krankenhaus er liege, ob nun in Neheim, Hüsten, Arnsberg oder Wimbern. Als Mitglied des Kuratoriums sollte er aber die Interessen des St.-Johannes-Hospitals vertreten, meint Mönke. Er stellte Runde, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Arnsberg-Sundern, deshalb die Frage, ob er auch die Sparkasse fusionieren würde, und forderte ihn auf, als Kuratoriumsmitglied zurückzutreten.
Quelle: WR-online, 15.01.2008
LINKS zum Thema:
http://www.joho-arnsberg.de/
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