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27.04.2007
Zukunftsweisende Neubausiedlung auf einstigem MNG-Firmengelände

Fast im Verborgenen ist auf dem ehemaligen MNG-Firmengelände eine zukunftsweisende Neubausiedlung mit 28 sehr gut wärmegedämmten Wohneinheiten entstanden. Das Besondere: Alle Wohnungen werden mit einer kostengünstigen 160kw Holz-Pellets-Anlage beheizt.
Heute stellte Bauherr und Investor Burkhard Ebel vor Gästen das Projekt vor. Entstanden sind auf dem einstigen Industriegelände 28 Zwei- und Vier-Zimmer-Mietwohnungen (60 bis 87qm) mit eigenem Eingang. Zur Ausstattung zählen Balkon oder Terasse, die Planung erfolgte durch das Neheimer Architekturbüro A+ I, federführender Architekt ist Johannes Schmidt. Rund 2000 Quadratmeter Wohnfläche (individueller Planungszuschnitt war möglich) sind auf dem etwa 5000 Quadratmeter großen Areal, einem Teil der einstigen MNG-Gesamtfläche, im Binnerfeld entstanden.
Vorausgegangen war eine Flächensanierung, die Altlasten wurden entsorgt. Der Baufortschritt erfolgte zügig, erst im Juli 2006 wurde die Baugenehmigung erteilt. Zur Wohnanlage zählten großzügig gehaltene Freiflächen, die als Parkplatz, aber auch zur Pflege der nachbarschaftlichen Geselligkeit genutzt werden können.
Stadtplaner Thomas Vielhaber bezeichnete die neue Wohnanlage als "beispielhaft für andere Freiflächen im Stadtgebiet." Es sei zwar schwierig gewesen, die Anlage zu realisieren, doch entspreche dies der Zielrichtung, die Innenstadt als Wohnstandort zu stärken. Eine Lärmschutzwand grenzt die Wohnanlage zu den benachbarten Industrieanlagen ab.
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 3,5 Mio. E. Die Gesamtförderung beträgt 2,8 Mio. E durch Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Wohnungsbauförderungsanstalt.
Eine Zwei-Kessel-Anlage betreibt die 160kw Holz-Pellet-Anlage. Im Vergleich zu anfallenden Heizkosten durch Öl/Gas (bei einer 100qm-Wohnung zwischen 1000 und 1500 E jährlich) fallen bei gleicher Wohnungsgröße durch Holz-Pellets zwischen 300 und 400 E jährlich an. Dementsprechend gering ist auch die Klimabelastung. Bei den jetzigen Neubauten fallen weniger als 0,5 Tonnen Dioxid für jede Wohnung an.
Quelle: WR-online, 27.04.2007
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