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 03.01.2006

BJB erzielt 3 % Umsatz-Plus bei steigenden Kosten

Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma BJB, Dieter Henrici. Foto: BenkeMit einem weltweiten Umsatz-Plus von drei Prozent konnten die Neheimer Firma BJB und ihre ausländischen Tochtergesellschaften das Geschäftsjahr 2005 abschließen.

"Da aber die Betriebskosten im vergangenen Jahr um mehr als drei Prozent angestiegen sind, kann ein Umsatz-Plus von drei Prozent nicht zufrieden stellen. Das Unternehmen schreibt aber eindeutig schwarze Zahlen", berichtete der geschäftsführende Gesellschafter von BJB, Dieter Henrici, im Gespräch mit der WESTFALENPOST.

Der Jahresumsatz 2005 belaufe sich auf knapp unter 110 Mio. Euro. In dem neuen Tochterunternehmen in Dongguan im Süden Chinas seien die Anfangsschwierigkeiten überwunden und die Entwicklung bewege sich in dem Rahmen, wie man es sich von Seiten BJB vorgestellt habe. "Aber auf einem niedrigen Niveau. Es wird nicht von einem Jahr auf das andere Jahr ein riesiges Unternehmen werden", sagte Henrici.

Nur durch das gute Auslandsgeschäft, 80 Prozent des Gesamtumsatzes wird im Ausland erlöst, könne die Firma die Inlandseinbußen auffangen. Die Wertschöpfung erfolge allerdings weitgehend am Neheimer Unternehmenssitz. "Wir versuchen alles, dies auch in Neheim so beizubehalten. Dies fordert aber vom jeden einzelnen Mitarbeiter alles ab", betonte der BJB-Chef.

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist um 1,8 Prozent gestiegen. Dies konnte BJB in den letzten drei Monaten an den Auftragseingängen beobachten. Ob dieses aber anhält, ist fraglich. "Risikofaktoren für eine gute Konjunktur sind immer noch die Dollarentwicklung, die Abschlüsse neuer Tarifverträge und die Rohstoffpreise. Diese beinhalten ganz besonders die Energiekosten", meinte Henrici.

Die Mehrwertsteuererhöhung ab 2007 habe für das Unternehmen keinen gravierenden Einfluss, da im wichtigen Auslandsgeschäft diese Steuer nicht anfalle.

"Für die Konsumenten ist die Erhöhung der Steuer natürlich eine Konjunkturbremse. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Nur man muss auf der anderen Seite sagen, wenn öffentliche Haushalte nicht auszugleichen sind, sollte man nicht die direkten Steuern (Einkommens-, Körperschafts- und Gewerbesteuer) erhöhen, sondern dann muss man schon die indirekten Steuern (Konsumentensteuer) anheben. Die direkten Steuern sind immer noch zu hoch", meinte Henrici.

Zu den Arbeitslosenzahlen meinte Henrici, dass man froh sein könne, wenn die momentanen Zahlen stabil blieben. Ein um 1,5 bis 1,8 Prozent wachsendes Bruttosozialprodukt reiche nicht aus, um die Arbeitslosen in das Berufsleben zurückzuführen. Mit Blick auf die Firma BJB fügte Henrici an: "Unsere Produktionsprozesse befinden sich bereits auf einem sehr hohen Rationalisierungsniveau."

Zur Arbeitsplatzsituation meinte Henrici: "Unser derzeitiger Neheimer Personalbestand von rund 700 Mitarbeitern könnte noch um 20 Beschäftigte reduziert werden. Dafür wird es allerdings keine Entlassungen geben. Vielmehr werden die durch Fluktuation, Ruhestand und Umstrukturierungen frei gewordenen Arbeitsplätze nicht neu besetzt." Weltweit beschäftigt der lichttechnische Betrieb BJB derzeit rund 1000 Mitarbeiter.

Hohen Stellenwert hat bei BJB die Ausbildung. Momentan machen dort rund 70 Lehrlinge ihre Ausbildung. Das lässt sich das Unternehmen etwa 1,2 Mio. Euro im Jahr kosten. "Es ist schon eine gesellschaftspolitische Verpflichtung. Eine Übernahmegarantie gibt es aber nicht", so Henrici.

Quelle: WP-online, 03.01.2006


LINKS zum Thema:
http://www.bjb.com/

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