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11.02.2005
Neuer Glanz für ein Stück Seele der Gemeinde

Sie sind ein mehr als nur ein paar Gegenstände, die im Gottesdienst Verwendung finden, sind ein Stück Seele der Gemeinde. Die Prinzipal-Stücke: Kerzenständer, Osterleuchter, Lesepult und nicht zuletzt der Altar. Lange haderte die evangelische Gemeinde der Christus-Kirche mit sich, nun werden diese Stücke durch Neue ersetzt.
Während eines Infoabends präsentierte Pfarrer Dr. Udo Arnoldi jetzt stolz die ersten Modelle: "Es war ein langer Weg bis zu diesem Abend." Bereits seit mehr als drei Jahren erstrahlt die Christus-Kirche innen in neuem Glanz. Aber erst sollte der neu gestaltete Altarraum "erlebt" werden können, bevor Anfang 2002 der erste Wettbewerb zur Neugestaltung der Prinzipal-Stücke anlief.
Der brachte jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse - insgesamt fünf Vorschläge erreichten das Presbyterium. Und wurden allesamt abgelehnt. Ein zweiter Wettbewerb sollte endgültig ein passendes Konzept bringen - diesmal fand ein Künstler den Zuspruch der Gemeinde. Im November 2004 lieferte Thomas Kammerer die ersten Entwürfe. Die gefielen auf Anhieb. Kammerer studierte Malerei und Bildhauerei in Wien und bewies bereits für die Neugestaltung der St.-Urbanus-Kirche in Voßwinkel das richtige Händchen. Nun führte er der Gemeinde seiner Entwürfe vor. Der Altar wirkte noch etwas wackelig, der Osterleuchter noch etwas unförmig. Kein Wunder - alle Modelle fertigte er extra aus Holz nur für diesen Abend.
Bei seinem Stil möchte sich Kammerer nicht festlegen, wohl aber bei seinem Konzept: "Ich möchte die neu-gothische Kirche mit zeitgenössischer Kunst zusammenfügen". Entsprechend modern, schon fast futuristisch wirken die Prinzipal-Stücke. Eine Form haben sie dennoch alle gemeinsam. Der Bogen aus der Kirchenstruktur findet sich wieder. Auch bei den Materialien setzt Kammerer auf eine Mischung. Neben Sandstein will er massives Holz, aber auch matten Stahl benutzen.
Nur noch Detailfragen
Die Gemeinde zeigte sich angetan, lediglich bei Details besteht noch Diskussionsbedarf - besonders sticht hierbei das Kreuz heraus. Kammerers Vorschlag, das altgediente Kreuz 30 Zentimeter vorzuverlegen und durch eine Glasplatte hell erleuchten zu lassen, stieß auf Bedenken. Fest steht die Finanzierung: 45 000 Euro sind angesetzt - ein großer Teil durch Spenden gedeckt. Was fehlt sind noch 4 000 Euro. Jetzt berät das Presbyterium erneut. Und wenn alles glatt läuft, können die Prinzipal-Stücke am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September, der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Quelle: WP-online, 10.02.2005
LINKS zum Thema:
http://www.evkn.de/
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