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11.11.2003
Ausstellung "Neheimer Bibeln"

Vom 11. bis 21. November ist in der Kundenhalle der Sparkasse Arnsberg-Sundern in Neheim, Hauptstraße, eine Bibelausstellung mit 34 Exponaten zu sehen, die wahrlich des Betrachtens wert sind. Christen aus Neheim haben diese Ausstellung zum "Jahr der Bibel" in ökumenischer Gemeinschaft konzipiert. Die Idee kam von den Geistlichen: Dechant Franz Schnütgen und der ev. Pfarrer Dr. Udo Arnoldi wollten solch eine Ausstellung, wie es sie in anderen Städten gab, auch für "Neheimer Bibeln" versuchen: dass Leihgeber aus dem Ort dort vorhandene Prachtausgaben des Buches der Bücher oder andere wichtige oder originelle Bibelausgaben zur Verfügung stellen und der Öffentlichkeit sichtbar machen.
Die Durchführung des Planes geschah dann ökumenisch im Team: auf katholischer Seite wirkte der Lehrer Karl-Heinz Sendt mit, auf protestantischer Seite waren es die beiden Neheimer Pfarrer im Ruhestand Carl-Ernst Kattwinkel und Werner Bühner, die sich mit Liebe und viel Engagement für das Sammeln, Sichten, Ordnen und Beschriften der Bibeln einsetzten.
Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen: In den Vitrinen des Foyers der Sparkasse sind die Neheimer Bibelausgaben in sechs Abteilungen zu besichtigen. 16 der Bibeln in der Ausstellung gehören zu den "Alten Bibeln", etwa die älteste und wertvollste, eine Lutherbibel, die 1585 in Frankfurt gedruckt wurde oder die Lutherbibel aus Wittenberg von 1696, ferner das "Lorscher Evangeliar", das als prachtvolles Faksimile in der Ausstellung zu sehen ist. Die zweite Abteilung umfasst "Bilderbibeln", drittens sind "Persönliche Bibeln" (Traubibeln, Konfirmationsbibeln - mit den entsprechenden Widmungen) zu sehen, und schließlich kann man "Fremdsprachige Bibeln" (natürlich auch in den Ursprachen Hebräisch und Griechisch) betrachten oder dann unter "Kuriose Bibeln" ein Neues Testament für Köche, eine Bibel im Stil der BILD-Zeitung oder die kleinste Bibel der Welt (1245 Seiten auf 3x4 cm).
Bei der Ausstellungseröffnung hat Pfr. i.R. C.-E. Kattwinkel in einer Rede auf die unüberschätzbaren geistesgeschichtlichen Wirkungen hingewiesen, die vom Buch der Bücher ausgingen und auf die inhaltliche Vielfalt dieses "Buchs der Bücher", das ja auch ein "Buch aus Büchern" sei. Aber daneben - genau so wichtig - sei die Bibel ein "Brot zum Leben". Dazu hat er aus einer der ausgestellten Bibeln die Widmung gelesen und erklärt: Am 5.6.1941 gab eine Hilde ihre Bibel, die sie als Kind geschenkt bekommen hatte, ihrem Mann mit in den Krieg; sie schrieb dazu: "Ich gebe Dir dieses Buch mit auf den Weg. Möge es Dir in schweren Stunden ein guter Tröster sein". Diese Hilde war die Mutter Kattwinkels, die die Bibel damals seinem Vater mitgegeben hatte...
LINKS zum Thema:
http://www.kirchenkreis-arnsberg.de/seite/neheimnovember2003.htm
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