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08.08.1987
16 Jugendliche besuchten die Partnerstadt Alba Julia

Zum ersten mal seit fünf Jahren war eine Gruppe mit 16 Arnsberger Jugendlichen wieder in Rumänien auf einer Reise nach Alba Julia. In der Arnsberger Partnerstadt wurden die Jugendlichen von Vertretern der Stadtverwaltung und Jugendorganisationen mit einem großen Essen empfangen.
Hierbei lobte der Sekretär des Bürgermeisters besonders die Ausstellung der Neheimer Künstlergruppe "Der Bogen" in seiner Stadt, und sprach davon, daß diese Art von Kulturaustausch unbedingt aufrechterhalten werden müsse. Man hat vor, in Neheim eine rumänische Plastikenausstellung zu organisieren und vielleicht auch Folkloregruppen auszutauschen.
 Die Jugendlichen aus Arnsberg u. Neheim-Hüsten in Alba Julia
Nach dem offiziellen Teil lernten die Arnsberger ihre Partnerstadt naher kennen. Alba Julia, so erfuhren die Jugendlichen, war früher Hauptstadt Rumäniens und hatte eine wichtige, geschichtliche Bedeutung. Am 1. Dezember 1918 fand dort eine Volksabstimmung statt, die bewirkte, daß Siebenbürgen und die Walachei zusammengeschlossen wurden.
Die Arnsberger Gruppe bekam die seltene Erlaubnis den "Vereinigungssaal", den Ort der Abstimmung, zu besichtigen. Weiterhin besuchte man die Weinkellerei, die Feste, die orthodoxe und katholische Kathedrale und andere Sehenswürdigkeiten. Trotz breit gefächertem Kulturprogramm gab es genug Freizeit, um selbst etwas zu unternehmen, wobei das neue Olympiabad bei 38 Grad Hitze natürlich sehr willkommen war.
Am interessantesten für die Jugendlichen war es, den Unterschied zwischen den deutschen und rumänischen Schulen festzustellen. Bei dem Besuch eines handwerklichen Lyzeums sahen sie, daß die Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren lernen, Leder zu verarbeiten, Teppiche zu weben, oder Porzellan herzustellen.
"Am Anfang kamen wir uns zwar etwas abgeschirmt vor, aber als eine deutsch-rumänische Disco organisiert wurde, konnten Freundschaften geschlossen und sogar Adressen ausgetauscht werde", erzählt eine Teilnehmerin. Von der Armut des Landes wurde bei diesem Urlaub nicht viel gemerkt. Es kam zwar vor, daß es kein Wasser gab, aber sonst wurden die jugendlichen im Hotel optimal versorgt. Jugendfleger Elmar Dransfeld, der Leiter der Gruppe, hofft, daß sich die Reise in zwei Jahren mit gleichem Erfolg wiederholt.
Quelle: WP, 08.08.1987
LINKS zum Thema:
http://www.arnsberg.de
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