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 1905

"Freiwillige Sanitätskolonne" als Vorläufer des DRK in Neheim gegründet

Mit einer solchen fahrbaren Trage hat man im Jahre 1910 Verletzte transportiert.   © WP Ein gewohntes Bild - auf nahezu jeder größeren Veranstaltung sieht man sie. Oft etwas abseits des großen Trubels. Wartend. Darauf, dass sie heute nicht losrücken müssen: Die Helfer und Helferinnen des "Deutschen Roten Kreuzes". In diesem Jahr feiert der Ortsverein Neheim-Hüsten Jubiläum.

100 Jahre Hilfe für die Menschen vor Ort.
Die Geschichte des DRK in Neheim beginnt 1905. Die "Freiwillige Sanitätskolonne" rief der damalige Bürgermeister Brüning ins Leben. Der Verein wuchs und wuchs - und erlebte bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges seine schwersten Stunden. Bereits in den ersten Kriegstagen wurden die meisten Kameraden einberufen. Und auf diejenigen, die zu Hause blieben, wartete eine schwere Aufgabe. Auch Neheim blieb nicht von Flieger- und Bombenangriffen verschont. Unvergessen der Einsatz 1943 bei der Möhnekatastrophe.

Nur ein Jahr später als in Neheim - also 1906 - wurde auf Anregung von Sanitätsrat Dr. Knoche die Sanitätskolonne Hüsten gegründet. Den Hüstenern erging es nicht viel anders als den Neheimern: Die beiden Weltkriege forderte den Kameraden alles ab. Die Strapazen hinterließen Spuren - nach den beiden Kriegen ließ die Bereitschaft am Sanitätsdienst spürbar nach. Idealismus und Kameradschaft wichen zunächst dem Vergnügen und dem Geldverdienen.

Bereitschaft ließ nach
So wundert es nicht, dass die Arbeit des DRK in Neheim und Hüsten nach dem 2. Weltkrieg fast völlig zum Erliegen kam. Dank der Initiative des damaligen Stadtdirektor Klasmeyer erwachte das DRK zu neuem Leben: Am 16.06.1947 wurde der Ortsverband Neheim-Hüsten gegründet. Zunächst mit nur wenigen Mitgliedern, konnte sich der Verein am 8. Februar 1955 endlich konstituieren. Damals nahmen 48 aktive und 11 passive Mitglieder teil. Dank einer groß angelegten Mitgliederwerbung ging es weiter bergauf mit dem heimischen Roten Kreuz. 1965 konnte die Mitgliederzahl nahezu verdoppelt werden, im Jahr 1980 sprang die Zahl auf fast 3200 Mitglieder.

DRK - das steht nicht nur für Blutspenden und Erste-Hilfe-Einsätze. Für kurze Zeit engagierte sich der Verein in Kindergärten, bietet noch immer zweimal wöchentlich Seniorentanz an. Und natürlich die Jugend: Zwei Jugendkreuzgruppen kümmern sich heute um den Nachwuchs.

Ausbildung ganz oben
Ausbildung steht dabei ganz oben: Besonders die Hüstener DRKler haben sich mit ihrem Fachwissen bei Wettbewerben in ganz Deutschland einen Namen gemacht. Doch ein Trend ist absehbar: Das DRK besinnt sich, nicht zuletzt aus Kostengründen, auf seine Kernaufgaben zurück: Veranstaltungen sichern und Blutspendetermine. Auch die Mitgliederzahl sinkt - auf derzeit rund 2000.

Zweimal Geburtstag
In diesem Jahr (2005) feiert das DRK Neheim-Hüsten gleich zweimal Geburtstag. Die Neheimer Gemeinschaft wird 100 Jahre - der gesamte Verband Neheim-Hüsten geht ins 50. Jahr. Dazu findet am 18. Juni 2005 eine Gala statt. Dann stehen die Helfer nicht mehr abseits des Trubels, sondern einmal mittendrin.

Quelle: WP-online, 03.01.2005


LINKS zum Thema:
http://www.drk-neheim-huesten.de/

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