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 10.04.1807

Verheerender Stadtbrand in Neheim

Am 10.04.1807 fegte eine heftiger Nordwest-Frühjahrssturm vom Ruhrtor Richtung Obertor über die Stadt. Kurz nach 10.00 Uhr morgens brach in einem Haus im Möhnequartal Feuer aus. Wie in der Feuer- und Löschordnung vorgeschrieben, wurden die Bürger durch Glockenläuten und Trommelschlag aufmerksam gemacht. Die Bewohner versuchten zwar noch, mit Eimerketten von Möhne, Mühlengraben und Brunnen die Feuerspritzen zum Einsatz zu bringen und auch selbst zu löschen, doch gegen Sturm und Funkenflug kämpfte man bei strohgedeckten Häusern vergebens. Innerhalb einer halben Stunde standen 156 Wohnhäuser und 14 Nebengebäude in Flammen. Dazu Rathaus, Schule und Kirche. 40 Personen erlitten schwere Brandverletzungen, eine Frau verbrannte in ihrem Haus. Mindestens 50 Rinder konnten nicht mehr gerettet werden. Wieviele Tiere insgesamt zu Schaden kamen, ist unbekannt. Gegen 12.00 Uhr war alles vorbei. Von der Stadt war nur ein rauchender Trümmerhaufen geblieben. Nur wenige Häuser an der Nordwestseite (sie standen gegen die Windrichtung) und massive Gebäude wie Gransau, Drosten- u. Fresekenhof blieben verschont.
Neheim war bereits vorher mehrfach durch Brände schwer zerstört worden.

Wiederaufbau:
Der von der hessischen Regierung entworfene und durchgeführte Bebauungsplan sah anstatt der alten eng aneinandergedrängten Häuser breite und langgestreckte Straßen mit offener Bebauung vor, die heute als Hauptstraße, Burgstraße, Arnsbergerstraße, Apothekerstraße den Kern Neheims bilden.



Quelle: Gerd Schäfer - Als Neheim hessisch war, 1997

1807 - Stadtplan vor dem Stadtbrand (oben) und Wiederaufbauplan
1807 - Stadtplan vor dem Stadtbrand (oben) und Wiederaufbauplan
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